Er gehört zu den fleißigsten und ausdauerndsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Seit 1971 veröffentlicht er unter eigenem Namen. 33 Alben gehen auf sein Konto, dazu kommen diverse Live-Alben und Kompilationen, ein Musical mit seinen Hits wird in Berlin gespielt. Udo Lindenberg malt außerdem und vertreibt einen Likör. Allerdings muss man auch sagen, dass dieser Erfolg tatsächlich auf jahrelanger Arbeit beruht. Seine ersten Alben wollte anfangs fast keiner hören. Mit Alles klar auf der Andrea Doria von 1973 änderte sich das langsam. Und obwohl einzelne Titel von seinen Alben tatsächlich so etwas wie Hits waren, dauerte es bis 1981ehe sich erstmals eine Single auch vermarktungsmäßig so gut verkaufen konnte, dass es für eine Platzierung in den Charts reichte. Wozu sind Kriege da war so etwas wie der Stein des Anstoßes, danach folgte Der Sonderzug nach Pankow 1983. Seitdem tauchte Udo Lindenberg immer wieder mal musikalisch auf – den ganz großen kommerziellen Erfolg erlebte er vor drei Jahren als Stark wie zwei auf Anhieb Platz 1 der media control Albumcharts belegte. In diesem Herbst gelang ihm das Gleiche mit dem MTV unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic-Album.
Was Udo Lindenberg mit seinen Alben widerfuhr, das erlebte er auch mit einzelnen Titeln. Aktuelles Beispiel Cello. Ich kann mich erinnern, dass dieser Titel zum Soundtrack meiner Jugend gehörte, keine zusammengestellte Kassette ohne dieses Lied, und alle konnten mitsingen und träumen. Wie erstaunt war ich, als ich jetzt feststellen musste, dass Cello niemals auf Single erschienen war. Auf dem Andrea Doria-Album 1973 war es der vierte Titel der zweiten Seite, später auf der CD-Veröffentlichung Track 8. Und das war’s.
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